Sommerobertauern 2019 – Eine Reise zum Mittelpunkt von Bayern

Auch im diesen Jahr trafen wir Tegernheimer Basketballer uns zum traditionellen Wanderwochenende – heuer in Kipfenberg im schönen Altmühltal.

So reiste am ersten Juliwochenende eine stark geschrumpfte Basketballergruppe dorthin, wo ehemals der Rätische Limes die Altmühl überquert hatte. Die knapp 80 km von Regensburg überwandt nur Petra mit dem Fahrrad – alle anderen nutzten ihren motorisierten Untersatz.

Die von Conny gebuchte Pension Engel verfügte nicht nur über schöne große Zimmer (inkl. Einbauküchen im Schrank!), sondern auch über eine angeschlossene Metzgerei. Wer also am Abend ein Fleischgericht sich erwählte, machte nichts falsch (im Gegensatz zum Salat mit Altmühltaler Tunfisch an Krautsalat und Bohnen). Da auch die Bar alle Wünsche erfüllte, stand einem ersten fröhlichen Abend bis 23 Uhr nichts im Wege.

Am Samstag früh ging es nach dem Frühstück an die Auswahl des Wanderweges. Wie jedes Jahr waren wir top darauf vorbereitet, so dass uns auch die geschlossene Kipfenberger Touristeninformation (Schalterschluss freitags, 12 Uhr) nicht aufhalten konnte. Aber ein Abfotografieren der ausgehängten Karte (für 3 Euro im Shop zu erwerben; nur dummer weise halt bis Freitag 12 Uhr) plus die Erfahrung der freitäglichen Radlerin führten zu dem Entschluss, erst einmal der Altmühl gen Osten zu folgen. Gesagt getan, schon konnte es losgehen.
Ein erster Halt erfolgte dann schon bald am ersten Spielplatz (die Kinder wollten Schaukeln und Rutschen), bei dem die Erwachsenen den berühmten Altmühltaler Tunfisch vom Vorabend von der Aussichtsplatform über der Altmühl zu erspähen suchten. Weiter ging es danach die Altmühl entlang – jedoch nicht zu lang. Denn die Sonne brannte erbarmungslos vom weiss-blauen Himmel. So entschieden wir uns, die Altmühl nach Süden zu überqueren und die bewaldeten Hänge zu erklimmen. Der dadurch notwendige Aufstieg war steil, aber immerhin im Schatten. Schweisstreibend war er trotzdem, denn der Kinderwagen bzw. die Kindern mussten hinaufgeschoben bzw. -getragen werden.

Dann aber folgte eine wunderschöner Abschnitt im Wald auf breiten Wegen, bei dem wir entspannt miteinander ratschten oder den Kindern das Spannende am/im Wald zeigen konnten. Der Höhenlinie gen Westen folgend trafen wir auf den Limes, um diesen nach Norden in Richtung Kipfenberg ztu folgen. Wir fanden zwar nicht den eingezeichneten Limeswachturm, dafür aber den geographischen Mittelpunkt Bayerns. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zur Burg Kipfenberg, um dort den Ritter Kunibert zu treffen. Nur dummer weise ist dies derzeit ein Bremer Industrieller, so dass wir die Burg – da Privatbesitz – nicht besichtigen konnten. Aber in einem gepachteten Teil hat die Gemeinde ein Museum über den Limes und die Bajuwaren inklusive eines liebevoll ausgestatteten und betriebenen Cafes eingerichtet. Dort gönnten wir uns angesichts der hohen Temperaturen ein dringend notwendiges Kaltgetränk und ein Stückchen Kuchen zur Stärkung (das letzte Quarkkuchenstück ergatterte sich und verteidigte dabei Armin).

Abschließend ging es die Burgstrasse nach Kipfenberg zurück, wo wir nach gut 4.5 Stunden am Markplatz eintrafen. Da bereits am Freitag nach der Anreise Pille dort eine Eisdiele ausgemacht hatte, bekam noch jeder was zum Schlecken zum Abschluss der Wanderung. Zusätzlich reservierten wir gleich noch einen Tisch in einem nahen Biergarten für den Abend.

Den heißen Nachmittag verbrachte dann jeder anders. Während Petra, Günter und Armin zum Beispiel doch noch einen römischen Wachturm fanden, gönnte sich der kleine Mäx ein erholsames Nachmittagsschläfchen.

Schlussendlich jedoch trafen wir uns alle vor dem Hotel, um im besagten Biergarten bei Burgern, Pizzen, Salaten (alles groß und sehr lecker; besonders zu empfehlen war der Hirten-, äh: Hütten-; äh, Birkenburger mit Schafskäse und Stroh-irgendwas, den die Bedienung Gott sei Dank trotz vielfältiger Namensgebung unsererseits im Bestellcomputer fand) und 2x Nudeln den Abend zu verbringen. Abschließend wollten wir uns im Hotel noch den ein oder anderen Absacker gönnen, nachdem die Kinder ins Bett gebracht worden waren. Dumm nur, dass an diesem Tag eine riesen Feier in der Pension stattfand. Getränke bekamen wir trotzdem, nur mussten wir auf den Parkplatz vor der Pension mit Holzbank ausweichen (das war ein Novum in der Geschichte von Sommerobertauern!). Fröhlich war es trotzdem. Ein abendliches Feuerwerk beendete dann einen tollen Samstag.

Der Sonntag zeigte dann ein komplett anderes Gesicht. Von weiss-blau war weit und breit nichts zu sehen. Es war kühl und regnerisch. Daher machten wir uns nach dem Frühstück alle auf den Weg zurück nach Regensburg – jedoch erst, nachdem wir beschlossen haben, im kommenden Jahr zum Jubiläum (10 Jahre SOT!) wieder ins Altmühltal zu fahren. Dann vielleicht auch wieder mit einer größeren Gruppe.
Auf alle Fälle – Euer SOT-Orga-Team hat bereits mit den ersten Planungen begonnen (Conny fragt am kommenden Wochenende bereits in Geländer wegen Hotelzimmern an – sie ist dort in der Ecke auf `ner Biketour).
Aber davor sehen wir uns alle im Dezember in Obertauern zum traditionellen Tegernheimer Basketballer Ski fahren!!